Beste Bedingungen bei der Besteigung des „Dachs der Alpen“

Ein unvergessliches Erlebnis durften kürzlich Christian Kneidinger, Alwin Mold und Robert Pytlik bei ihrer erfolgreichen Besteigung des Mont Blanc genießen. Bei idealen Verhältnissen und bestem Wetter machten sich die drei auf den Weg zum höchsten Berg der Alpen.

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Ausgerüstet mit Skiern, Steigeisen, Pickel und Seil wurde in Chamonix mit der Fahrt der Bergbahn de l'Aiguille du Midi zur Mittelstation „Plan de l`Aiguille“, die auf 2.310 m Höhe liegt, gestartet. Von dort ging es unter den Nordwänden der „Aiguille du Midi“ über den immer noch mächtigen Gletscherbruch des Bossons-Gletschers. Der Weg führte über einen Felsriegel hinauf zur „Refuge les Grand Mulets“, welche auf 3.057 m Höhe liegt. Aufgrund der geringen Schneelage des heurigen Winters mussten in diesem Abschnitt die Ski über lange Strecken am Rucksack getragen werden. 

Nach einer kurzen Übernachtung auf der Hütte wurde um 3 Uhr früh mit Stirnlampe der Anstieg zum Gipfel gestartet. Der Weg führte auf dem Bossongletscher über das „Le Petit Plateau“ (3.500 m Höhe) und weiter über das „Le Grand Plateau“ (ca. 4.000 m Höhe), welches während eines prächtigen Sonnenaufgangs erreicht wurde. Anschließend ging es weiter in Richtung Col du Dôme und über die Vallot-Biwakschachtel, welche auf 4.362 m Höhe liegt. 

Der finale Anstieg zum Gipfel des Mont Blanc erfolgte mit Steigeisen über den Bossesgrat, der absolute Tritt- und Schwindelfreiheit erforderte. Nach 7 Stunden Gehzeit wurde das Dach der Alpen in einer Höhe von 4.810 m bei prächtigem Wetter erreicht. Optimale Aussicht in alle Himmelsrichtungen erhöhte das Erlebnis und ließ Emotionen hochkommen.

Nach einer kurzen Erholungsphase und Gipfelbildern wurden die Ski angeschnallt und über die Nordseite des Mont Blanc zum Bossongletscher abgefahren. Diese Abfahrt führte zunächst steil nach Norden, bevor sie nach Westen in die Nordwand abfällt. Hier waren steile Passagen von teils über 40° zu bewältigen. Weiter folgte nun die Abfahrt entlang der Aufstiegsroute vorbei an der Grand Mullet-Hütte wieder zum Gletscherbruch des Bossongletschers, der wieder großteils zu Fuß überquert werden musste. Etwas erschöpft, aber glücklich und vor allem ohne Verletzungen wurde nach 11 Stunden Gehzeit die Mittelstation „Plan de l`Aiguille“ erreicht. Nach einem ersten Bier, mit dem auf die erfolgreiche Besteigung angestoßen wurde, ging es mit der Bahn zurück nach Chamonix. 

Ein besonderer Dank gilt Alwin Mold, der die Gruppe professionell und sicher durch diese beeindruckende und unvergessliche Tour zum höchsten Punkt der Alpen geführt hat.